Bahngipfel in Bayreuth
War das gestrige Treffen mit dem Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer und dem Vorstandsvorsitzenden der Deutsche Bahn AG Dr. Rüdiger Grube, initiiert durch unseren Parlamentarischen Staatssekretär Hartmut Koschyk, in Bayreuth ein Erfolg? Ich denke ja. Es war meine zweite Begegnung mit den höchsten Bahnentscheidern Deutschlands und es ist höchst bemerkenswert, dass Landrat Herrmann Hübner und ich überhaupt die Gelegenheit bekommen, Bayreuther Bahnthemen mit den beiden Herren und ihren Teams zu diskutieren. Noch bemerkenswerter ist es, wenn sich beide zu dem Eisenbahnstandort Bayreuth bekennen und ihre Leute in eine gemeinsame Arbeitsgruppe schicken, um schrittweise Verbesserungen zu erreichen. Wir können nicht aus dem Stegreif historische Fehlentscheidungen korrigieren. Gefragt ist eine Politik der kleinen Schritte, die gleichwohl strategisch ausgerichtet, also an einem langfristigen Ziel orientiert ist. Dabei ist es gar kein so kleiner Schritt, die Zukunft des Franken-Sachsen-Express über den 31.12.2013 hinaus zu sichern. Die Verhandlungen in dem komplizierten Zuständigkeitsgeflecht sind festgefahren und das Aus dieser für Bayreuth wichtigen Verbindung zwischen Nürnberg und Dresden ist in Anbetracht des laufenden Betriebskostendefizits ein realistisches Szenario. Nach dem gestrigen Gespräch ist nun fest damit zu rechnen, dass der Minister und der Bahnchef ihr ganzes Gewicht in die Waagschale werfen werden, um eine bayreuthfreundliche Lösung zu erreichen. Das gilt auch für die von uns angesprochene Verdichtung der schnellen Verbindung nach Nürnberg auf einen Stundentakt in den Hauptverkehrszeiten.
Das Fernziel der Elektrifizierung der Trasse Nürnberg-Hof ist noch nicht näher gerückt. Hierzu wäre wohl ein finanzielles Engagement des Freistaats Bayern zur Beauftragung einer Machbarkeitsstudie und eine Entscheidung des Bundes in Richtung Vorentwurfsplanung erforderlich, die beide noch ausstehen. Wichtig ist die Nachricht, dass sich etwas bewegt. Ich habe mich gefreut, gestern Abend bei einer Wahlkampfveranstaltung zum Thema Energiewende mit MdB Göppel aus Herrieden einen unerwarteten Verbündeten gefunden zu haben. Auch für die Region Ansbach ist die Trasse, dann ausgebaut bis Stuttgart strategisch wichtig. Die Parole heißt also dranbleiben und das Eisen weiter schmieden. Dann werden wir uns auch dem Fernziel sukzessive nähern!
http://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%BCdiger_Grube
http://nordbayerischer-kurier.de/nachrichten/1311334/details_9.htm






